Interview mit einer Texterin – Kaspruk Übersetzungen

Texter haben es heut zu Tage nicht leicht. Zwar gibt es verschiedene Portale, die für einen Appel und ein Ei Texte anbieten, wer dann dort die Texte aber schreibt, wie gut recherchiert und vor allem wie gut geschrieben diese sind, das erfährt man dann erst hinterher.

Und was, wenn die Texte fachlich korrekt oder vielleicht noch in mehreren Sprachen verfügbar sein sollen? Dann wird man für einen Wortpreis von 0,015 € bis 0,04 € sicher nicht die Ergebnisse bekommen, die man sich gern wünscht.

Um so interessanter ist es, dass immer mehr Texter nun auch selbst online Aktiv werden, und den großen Diskountern online den Kampf ansagen. Nicht preislich, dafür aber mit viel Herzblut und Top Beratung….

Eine von Ihnen ist Nadin Stoye – Texterin und Übersetzerin aus Leidenschaft. Sie wird mir heute Rede und Antwort stehen, warum es sich lohnt über den Tellerrand zu schauen und vielleicht doch ein paar Euro für gute Texte auszugeben.

Hallo Nadin, stelle dich und Dein Unternehmen doch bitte kurz vor

Das Unternehmen „Kaspruk Übersetzungen“ gibt es jetzt seit dem 1.Januar 2008. Vorrangig erstellen mein Team und ich hier Übersetzungen in den verschiedensten Sprachkombinationen. Jeder Übersetzer vertritt hierbei seine Muttersprache und ein bestimmtes Fachgebiet, dass unser Qualitätsanspruch auch gewahrt werden kann. Zu der Erstellung von Übersetzungen kommt noch die Entwicklung deutschsprachiger Texte hinzu – beispielsweise für Webseiten, Blogs, aber auch Fachpublikationen für Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Verlage sind dabei. Wir arbeiten projektbezogen zusammen, sind jedoch jeder für sich Einzelunternehmer.

Wie bist du zum Texten/Übersetzen gekommen?

Bereits während meiner Schulzeit habe ich mich sehr für Sprachen interessiert und fand es faszinierend, Menschen anderer Herkunftsländer in Ihrer Muttersprache zu verstehen. Auch bin ich seitdem ich lesen kann eine absolute Buch-Liebhaberin. Wie für viele andere auch kommt einmal die Zeit, in der man sich für einen Beruf entscheiden muss. Manchmal sieht man jedoch den Wald vor lauter Bäumen nicht und so hat es einige Zeit gedauert, bis ich die für mich ideale Verbindung gefunden habe. In meiner Heimatregion gab es hier leider nur wenige Chancen für eine Ausbildung, weshalb ich mich für ein Fernstudium entschied. Heute bin ich sehr froh darüber, in Rahmen meiner Tätigkeit in vielen Bereichen mitarbeiten zu dürfen, die mir besonders viel Freude bereiten.

Was haben deine Kunden davon, mit Dir zusammenzuarbeiten?

Meine Kunden erhalten von mir natürlich in erster Linie Übersetzungen und Texte passend zu Ihren Bedürfnissen. Dabei bin ich jedoch nach wie vor ein Mensch mit viel Liebe zum Detail. Sicher gibt es auch Texte, wie beispielsweise Fachtexte, in denen wenige Emotionen zum Einsatz kommen. Jedoch freue ich mich auch sehr darüber, wenn ich hin und wieder nicht nur Informationen, sondern auch Emotionen in meine Texte hineinbringen darf. Vor allem, wenn es darum geht, mit einem Produkt bestimmte Gefühle zu vermitteln, lege ich möglichst viel Herzblut hinein was natürlich in erster Linie meinen Kunden bzw. deren Zielgruppe zugute kommt.

Wer ist hauptsächlich Deine Kundschaft?

Häufig habe ich mit Menschen aus der IT und Bildungsbranche zu tun, also Firmenkunden. Ich freue mich aber auch sehr darüber, dass es beispielsweise eine Dame in meinem Heimatort gibt, die mir schon seit Jahren die Treue hält. Für sie übersetze ich immer wieder gern die Briefe von und an Ihr Patenkind, das nur die englische Sprache spricht.

Wie siehst du die Entwicklung der Dienstleistung eines Texters / Übersetzers in 3 Jahren?

Wie die Tätigkeit eines Texters / Übersetzers in 3 Jahren aussehen mag… Ich wünsche mir zumindest, dass es mehr Menschen gibt, die das Schreiben als Solches mehr zu schätzen wissen. Es geschieht leider immer häufiger, dass Auftraggeber versuchen möglichst viel, teils auch fachlich sehr anspruchsvolle Texte, für wenig Geld zu erhalten. Das mag nicht die einzige Branche sein, in der das so ist, aber ich finde, dass all die Autoren und Übersetzer unser Leben unheimlich bereichern. Nimmt man einmal die vielen Bücher, die es weltweit gibt, dann wäre es wirklich sehr schade, wenn es diese nur in der Sprache geben würde, in der sie ursprünglich geschrieben worden sind. Ich glaube nicht alle sind sich dessen bewusst, was es für ein Arbeitsaufwand ist, sich in diese Projekte einzuarbeiten.

Auf jeden Fall sollten sich Texter und Übersetzer trauen, ihre Leistung selbstbewusst zu repräsentieren und immer offen für neue Ideen sein. Sie sind eben auch „nur“ Unternehmer, die flexibel sein und Ihren Lebensunterhalt verdienen müssen. Im digitalen Zeitalter verlagert sich die Akquise oft auch sehr in das Internet. Das bietet viele attraktive Möglichkeiten, die diese Berufsgruppe unbedingt ausschöpfen sollte.

Was hast du im kommenden Jahr geplant? Wirst du auch einen Blog starten?

Das Jahr 2012 wird einige neue Projekte mit sich bringen, die für mich eine Herausforderung sein werden – die ich allerdings sehr gern annehmen werde. Gemeinsam mit meinen Geschäftspartnern plane ich einen Workshop für effektives Sprachtraining, ein eigener Blog schwebt mir auch vor. In diesem sollen vor allem nützliche Informationen rund um das Übersetzen, Texten, die Themen Hörbücher, Bücher und erfolgreiches Sprechen, ihren Platz finden. Alles in allem freue ich mich auf ein aufregendes und erfolgreiches Jahr 2012.

Fazit:

Vielen Dank Nadin, für dieses Interview. Sicher ist Kaspruk Übersetzungen hier noch mal eine Ausnahme, denn durch das erweiterte Portfolio von Übersetzungen, können umfangreichere Aufträge angenommen werden, was sich dann zum Schluss auch im Portemonnaie wiederspiegelt.

Dennoch zeigt dieses Beispiel, dass mit viel Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, man es schaffen kann, in einer Nische Fuß zu fassen und als Texter durchzustarten.

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